Private Krankenversicherung Tests: Tipps und Tricks

Private Krankenversicherung: Tipps und Tricks

Es wechseln immer mehr Deutsche zu privaten Krankenversicherungen (PKV), da sie mit der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) unzufrieden sind. Daneben dürfen manche der GKV nicht beitreten, so dass nur die PKV in Frage kommt. Die Gründe sind verschiedenen, doch welche PKV ist die richtige? Und was macht sie anziehender als GKV?

Krankenversicherungsbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung

Der Krankenversicherungsbeitrag wird bei der gesetzlichen Krankenversicherung nach dem Einkommen des Versicherten berechnet. Gesetzlich Versicherte zahlen 14,6 Prozent des Einkommens als Einheitsbeitrag, wovon 7,3 Prozent der Versicherer zahlt und der Arbeitgeber 7,3 Prozent übernimmt. Der hinzukommende Zusatzbeitrag wird von der jeweiligen Krankenkasse festgelegt und vom Versicherer gezahlt. Das Alter sowie der Gesundheitszustand spielen bei der GKV keine Rolle. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt bei 4.125 EUR monatlich. Für den darüber liegenden Betrag wird kein Krankenkassenbeitrag gezahlt.

Beiträge in der privaten Krankenversicherung

Die Versicherten bei der PKV bestimmen selbst den Krankenversicherungsbeitrag, da sich hier der Beitragssatz nach dem Leistungsspektrum des Vertrages unterscheidet. So legen die Versicherten bei der privaten Versicherung fest, welche Leistungen ihre Versicherung übernimmt. Der Beitragssatz hängt dabei von folgenden Kriterien ab:

  • gewünschter Leistungsumfang, den die PKV übernimmt
  • Alter des Versicherten bei Vertragsabschluss
  • allgemeiner Gesundheitszustand des Versicherten, der durch eine Gesundheitsprüfung festgestellt wird

So kann bei Vorerkrankung beispielsweise der Krankenversicherungsbeitrag ansteigen. Auch der Antrag kann in diesem Fall abgelehnt werden. Seit der Einführung der Unisextarife Ende 2012 spielt das Geschlecht nicht weiter eine Rolle. Grundsätzlich wird bei der PKV zwischen unterschiedlichen Tarifpaketen unterschieden. Diese können vom Versicherten auch erweitert werden. Daneben liegen die Preisunterschiede auch zwischen den einzelnen Anbietern sowie zwischen den einzelnen Tarifen innerhalb eines Unternehmens.

Die Höhe des Einkommens sowie der gesundheitliche Zustand gelten nicht als Voraussetzungen für den sog. Basistarif der PKV. Der Basistarif der PKV gibt den Versicherten mit sehr stark gestiegenen Beiträgen die Möglichkeit, sich günstiger zu versichern. Der Basistarif der PKV bietet jedoch nur die grundlegenden Leistungen an. Daher ist er mit der GKV vergleichbar. Der maximale Krankenversicherungsbeitrag entspricht beim Basistarif der PKV der GKV. Daneben können die meisten Krankenkassen den Antrag nicht ablehnen. Der Beitragssatz beim Basistarif der PKV hängt im Gegensatz zu der GKV vom Alter des Versicherten ab.

Private Krankenversicherung für Beamte

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Die Leistungsunterschiede der PKV und GKV

Der Mindestrahmen an Leistungen der PKV ist oft niedriger als bei der GKV. Daher kann der Privatversicherte Zusatzleistungen hinzubuchen, wie z.B. die Chefarztbehandlung und Ein- oder Zweizimmerbett , Massagen, Krankengymnastik und Heilpraktiker, umfangreiche Leistungen aus dem Bereich der Zahnbehandlung sowie dem Zahnersatz usw.
Jede dieser Leistungen bringt zusätzliche Erhöhung der Beiträge zu der privaten Krankenversicherung. Doch die gesetzliche Krankenversicherung bietet überhaupt keine zusätzlichen Leistungen. So müssen gesetzlich Versicherte meist private Zusatzversicherungen abschließen, um die Kosten für Zusatzleistungen, wie z.B. einen Zahnersatz absichern zu können.

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Für wen lohnt sich die PKV wirklich?

Die PKV ist für junge Menschen wirklich empfehlenswert. Denn hier ist sie bei guter Gesundheit selbst bei besseren Leistungen meist günstiger als die GKV. Denn während sich die GKV an der Höhe des Einkommens orientiert wird der Beitrag der privaten Krankenkasse nach Alter, Beruf, möglichen Vorerkrankungen und den gewünschten Zusatzleistungen orientiert.
Daneben ist die PKV für Beamte deutlich preiswerter als die GKV. Dies liegt daran, dass ein großer Teil der Krankheitskosten von der staatlichen Beihilfe übernommen wird.

Für wen ist GKV die bessere Auswahl?

Da mit dem zunehmenden Alter das Krankheitsrisiko sowie das Verletzungsrisiko steigt, steigen auch die Beiträge der PKV. Daher sollten bei der privaten Krankenversicherung die Tarife im Hinblick auf die Kostenentwicklung miteinander verglichen werden. So wird empfohlen, sich nicht unbedingt für einen anfangs günstigen Tarif zu entschieden, sondern für einen beitragsstabilen Tarif, um dadurch tragbare Kosten im späteren Alter gewährleisten zu können, wenn man privat versichert sein will.

Die PKV kann auch für Familien sehr teuer werden. Denn während bei der GKV Familienangehörige beitragsfrei mitversichert sind, wird bei der PKV für jedes Familienmitglied extra gezahlt.

Vorerkrankungen sprechen ebenfalls gegen den Wechsel zu einer PKV, da hier hohe Zuschläge drohen. Wird eine Vorerkrankung verschwiegen, kann dies den Verlust des Versicherungsschutzes bedeuten. Daneben ist der Wechsel zu der PKV ab Mitte Vierzig nicht empfehlenswert, da im Rentenalter mit wirklich hohen Beitragssteigerungen gerechnet werden muss.

Rückkehr in die GKV

Eine Rückkehr zur GKV ist nur bei neu entstandender Versicherungspflicht möglich. Wer sich jedoch in diesem Fall von der Versicherungspflicht befreien lässt, was durch einen Antrag möglich ist, kann nie wieder in die GKV zurück. Menschen ab 55 Jahre, die in den letzten fünf Lebensjahren privat versichert waren, können in der Regel nicht mehr zur GKV wechseln. Von dieser Regel sind Bezieher von Arbeitslosengeld II ausgenommen, die automatisch zur GKV wechseln, ungeachtet von ihrem Alter.

PKV – Testsieger

Die diversen Tests der privaten Krankenversicherungen, bzw. die Ergebnisse sollten uns die Auswahl des jeweiligen Anbieters erleichtern. Doch dabei sollte man sich ausschließlich auf Tests unabhängiger Versicherungsexperten sowie anerkannter Beratungsstellen oder Fachzeitschriften verlassen. Stiftung Warentest, Ökotest, Morgen & Morgen sowie andere Analysehäuser führen regelmäßig Tests durch. Diese Tests können die Auswahl wirklich einfacher gestalten. Dabei muss jedoch immer beachtet werden , dass die Tarife individuell sind, da die Voraussetzungen jedes Einzelnen einzigartig sind. Vor der Auswahl der richtigen privaten Krankenversicherung sollte am besten ein Versicherungsexperte kontaktiert werden, der bei der Entscheidung zusätzlich helfen kann.

 

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