Radio

Radiotypen

Radios gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen. Früher gab es hauptsächlich große und schwere Radios mit Röhrenverstärkern, die sehr teuer waren. Heute bekommt man günstige Radios schon für wenig Geld und in allen erdenklichen Größen und Formaten. Radios in Autos sind mittlerweile Standard und selbst viele kleine Smartphones können mittlerweile Radiosignale empfangen.

Bei Radiowellen handelt es sich um elektromagnetische Wellen, welche von einer Antenne aufgenommen und in Wechselstrom umgesetzt werden. Der Empfänger filtert die Schwingungsfrequenzen, auf denen das Radioprogramm gesendet wird, heraus. Das gefilterte Signal ist allerdings so schwach, dass es verstärkt werden muss, damit es über die Lautsprecher des Radios wiedergegeben werden kann. Wir haben für Sie an der Seite die besten Angebote für ältere Radios zusammengestellt und hoffen, dass Sie ein passendes Liebhaberstück finden werden. Der Klang eines alten Radios ist mit den heutigen digitalen Empfängern kaum zu vergleichen. Unsere Seite wird in den nächsten Wochen weiter ausgebaut, schauen Sie doch im Sommer nochmal vorbei.

Redaktionstip: Im Radio über Berufsunfähigkeitsversicherung informieren

Autoradios stellten die Hersteller anfangs vor größere Schwierigkeiten und konnten sich erst nach der Entwicklung von Transistorradios wirklich durchsetzen. Ein Auto ohne Autoradio ist heute kaum noch zu finden. Die ersten Autoradios wurden 1922 verbaut. Vorreiter waren Ford, dessen Modell T mit einem Radio versehen wurde und Daimler, das ebenfalls ein Modell mit einem Röhrengerät ausstattete. Diese Radios waren allerdings extrem selten. Erst 1927 erschien das erste industriell hergestellte Autoradio, welches man in Amerika als Zubehör bei Chevrolet kaufen konnte, allerdings zu horrenden Preisen.

Erste kommerzielle Erfolge feierte das Unternehmen Galvin Manufacturing Corporation (GMC) im Jahr 1930 mit dem Autoradio 5T71. Mit einem Preis zwischen 110 und 130 Dollar war es für die breite Masse erschwinglich. In den 1930er Jahren erschienen die ersten Autoradios in Deutschland. Allerdings kosteten diese Geräte etwa 465 Reichsmark, was heute etwa einem Preis von fast 2.000 Euro entsprechen würde.

Probleme mit alten Autoradios

Die ersten Autoradios waren nicht besonders zuverlässig und kompliziert zu betreiben. Ein Problem war die Empfindlichkeit der Elektronenröhren, insbesondere gegenüber Stößen. Auch die Stromversorgung war nicht besonders einfach, da entweder eine eigene Anodenbatterie für das Radio oder ein spezieller Umformer für die Anodenspannung benötigt wurde.

Erst 1949 gelang es, so kleine Autoradios zu bauen, dass man sie direkt in das Armaturenbrett des Autos einbauen konnte. Das sparte natürlich Platz und erhöhte den Bedienkomfort, jedoch hatte die Technik immer noch mit ihren typischen Problemen zu kämpfen. 1952 erschien dann das erste Autoradio, welches auch den im Vorjahr eingeführten UKW-Rundfunk empfangen konnte. Im Folgejahr erschienen die ersten Autoradios, die über einen automatischen Sendersuchlauf verfügten.

60er Jahre kam Durchbruch für Autoradios

Wirklich durchsetzen konnten sich Autoradios erst ab 1961, als das erste Autoradio auf den Markt kam, das vollständig auf Transistoren basierte und keine Röhren mehr benötigte. Nun wurden Autoradios preiswerter, leichter zu bedienen und vor allem weniger fehleranfällig. Schon 1968 erschienen dann die ersten Autoradios mit integriertem Kassettenspieler.

Autoradios wurden beliebter und immer wichtiger. Im Juni 1974 startete ARI, ein Autofahrer-Rundfunk-Informationssystem. Mit dieser Technologie war es möglich, Radios zu entwickeln, die selbstständig Verkehrsmeldungen erkannten. Die immer weitere Verbreitung und die neuen technischen Möglichkeiten von Autoradios führten dazu, dass diese Geräte auch für Diebe immer interessanter wurden. Daher entwickelte Becker im Jahr 1980 das erste Autoradio, das komplett ohne Drehknöpfe auskam und erstmals die Möglichkeit bot, das Radio herauszunehmen, um es vor Diebstahl zu schützen.

Autoradio mit Diebstahlschutz

Später wurden weitere Diebstahlschutzmechanismen entwickelt. Zunächst gab es vermehrt Radios, die vom Benutzer die Eingabe eines Sicherheitscodes forderten. 1989 gab es die ersten Geräte mit abnehmbarer Frontblende oder alternativ der Entsperrung mittels einer Schlüsselkarte. Mittlerweile begann auch das Kassettendeck zu Gunsten eines CD-Players zu verschwinden.

Mittlerweile sind Autoradios multimediale Alleskönner. Fast alle Autoradios spielen mittlerweile Musik im MP3-Format ab und können diese von CD, DVD, Speicherkarte oder USB-Stick abspielen. Moderne Autoradios lassen sich auch per Touchscreen bedienen oder dienen als Freisprecheinrichtung für Smartphones, die mit einer Bluetooth-Schnittstelle ausgestattet sind.

Röhrenradios

Die ersten Radios, die kommerziell erfolgreich waren, waren Röhrenradios. Ihren Namen haben die Geräte, da hier Elektronenröhren für die Verstärkung des Radiosignals verwendet wurden. Die Signalverstärkung durch Elektronenröhren war Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts Standard. Transistoren, wie sie heute verwendet werden, wurden erst 1948 in den USA erfunden.

Röhren verfügen über sehr interessante Eigenschaften. Eine der für die Verstärkung von Radiowellen besonders wichtige Eigenschaft ist ihre dynamische Bandbreite und ihre nichtlinearen verzerrungseigenschaften, die von den meisten Menschen im Vergleich zur Verstärkung mittels Transistoren als angenehmer und natürlicher angesehen wird. Die Klangcharakteristik wird meist als warm und kristallklar beschrieben.

Röhrenverstärker für Radios

Röhrenverstärker werden heute meist nur noch im Musikbereich eingesetzt. Es ist möglich, Röhren bewusst zu übersteuern. Dadurch wird das Signal verzerrt. Eigentlich war diese Eigenschaft äußerst unbeliebt. Als jedoch die ersten Musiker bemerkten, dass man mit verzerrten Signalen ganz neue Klänge erzeugen konnte, startete eine Art musikalische Revolution. Diese Entdeckung legte den Grundstein für die moderne Rock- und Bluesmusik. Auch wenn Röhrenverstärker heute immer noch deutlich teurer sind als Modelle mit Transistoren, sind Röhrenverstärker mit ihren spezifischen Klangeigenschaften nicht mehr wegzudenken. Im normalen Audio-Bereich werden Röhrenverstärker mittlerweile nur noch sehr selten genutzt und sind eigentlich nur noch im Hi-End- oder Design-Bereich zu finden.

Erste Röhrenradios in 30er Jahren

Die Verbreitung von Röhrenradios begann in Deutschland in den frühen 1930er Jahren. Dank neuartiger Herstellungsverfahren sank in dieser Zeit der Preis von Radios, wodurch sie auch für die breite Masse interessant wurden. Einen richtigen Schub erhielt die Verbreitung von Röhrenradios noch einmal ab August 1933. Das NS-Regime präsentierte den so genannten Volksempfänger. Dieses einfache Röhrenradio war für fast alle Menschen erschwinglich. Es kostete damals etwa 76 Reichsmark, was in heutiger Zeit etwa 316 Euro entsprechen würde.

Bis Mitte der 1960er Jahre waren die meisten stationären Radios Röhrenradios. Die Vorteile von Röhrenradios blieben weiterhin geschätzt, allerdings ging der Trend immer stärker in Richtung von Transistorradios, die schlichtweg günstiger, kleiner und leichter waren.

Transistorradio

Im Jahr 1948 wurde bei Bell in den USA der Transistor erfunden. Zunächst fand diese revolutionäre Erfindung kaum Beachtung und stieß vor allem bei Radioherstellern auf Skepsis. Den Durchbruch schafften Transistoren im Jahr 1953 durch die amerikanische Firma Regency. Diese brachte mit dem Regency TR—1 das erste Transistorradio auf den Markt, welches sprichwörtlich wie eine Bombe einschlug. Das Regency TR-1 war für damalige Verhältnisse sehr klein, verbraucht ziemlich viel Strom und klang sogar nicht einmal besonders gut. Trotzdem erlangte das Radio Kultstatus und entwickelte sich zu einem Luxus-Trend-Produkt, das sehr begehrt war. Ganze 150.000 Exemplare wurden damals verkauft.

Kosten für Transistorradio sinken schnell

Seitdem sprangen etliche Hersteller auf den Erfolgszug auf und entwickelten die Technik weiter. Innerhalb kurzer Zeit konnte das Potenzial von Transistoren ausgeschöpft werden. Die Qualität verbesserte sich, die Energieeffizienz stieg, die Herstellungskosten sanken und die Größe konnte weiter reduziert werden. Im Jahr 1957 kamen die ersten kleinen Transistorradios des pfälzischen Herstellers Akkord-Radio auf den Markt.

Transistorradios boten gegenüber Röhrengeräten etliche Vorteile. Neben dem niedrigeren Anschaffungspreis sanken auch die Betriebskosten, denn Transistoren waren schon damals langlebiger als Röhren und verbrauchten auch weniger Strom. Selbst längerer Batteriebetrieb war sehr bald möglich. Außerdem wurden die Geräte deutlich robuster, da Röhren seit jeher ziemlich stoßempfindlich waren.

Transistor in Radios mit CD-Playern

Die Entwicklung führte in den 1970er Jahren verstärkt in die Richtung von Kombigeräten. Radios mit integrierten Kassettenrekordern wurden recht bald zum Standard und wurden weitere zehn Jahre später durch integrierte CD-Player erweitert. Ein riesiger Erfolg, der den Siegeszug kleiner Transistorradios noch einmal beschleunigte, war die Erfindung des Walkman. Dieses kleine tragbare Radio mit Kassettenwiedergabefunktion wurde von SONY erfunden und wird heute noch als Synonym für sämtliche Geräte dieser Art benutzt, ähnlich wie man von Tempo spricht, wenn man ein beliebiges Taschentuch meint. In den 1980er Jahren war der Walkman fester Teil der Jugendkultur.

Heute findet man Radios, die auf Transistortechnologie beruhen, in nahezu allen erdenklichen Varianten. Von der großen teuren Stereoanlage über Küchenradios, kleine Radiowecker für ein paar Euro, Autoradios oder Mobiltelefone, es gibt fast nichts, in das kein Transistorradio eingebaut werden kann.

 

Externe Empfehlungen:
testprivatekrankenversicherung.de
sofortkredit-test.de