Vom Walkman zum iPod. Weitergehende Informationen.

 

   

Der Wunsch nach Unterhaltung überall draussen

 

Die Vorläufer

Es war ein langer Weg bis zum leistungsstarken Walkman, Discman und Ipod oder ähnlichen Modellen anderer

 

ipod-graph.jpgZum Anfang des vorigen Jahrhunderts konnten zuerst portable Plattenspieler, bald gefolgt von frühen Koffer-Radios dem  Wunsch nach mobiler Unterhaltung Realitäten schaffen. Anfänglich mit  Röhrenkofferradios, dann  Transistorkofferadios - teils mit Kopfhörer, teils mit Lautsprecher

 

Die ersten Kofferradios boten keine Möglichkeit, gespeicherte Musik oder Sprache zu einem vom Benutzer gewünschten Zeitpunkt - auch wiederholt - abzuspielen. Man war auf das jeweils laufende Radioprogramm angewiesen oder mußte portable Plattenspieler verwenden.

 

Ein Sprung vorwärts zur Unabhängigkeit hinsichtlich der Speichermöglichkeit von Musik und Sprache unterwegs, brachten  portable Plattenspieler.

 

Diese Unabhängigkeit vom Radioprogramm war ein grundlegender Wunsch vieler Käufer solcher Geräte. Lange gab es kaum Möglichkeiten in diese Richtung.

 

Ein sehr frühes Röhrenkofferradio war der Nora S 4 K von 1930. Das batteriebetriebene Radio hatte ein Lautprecher und konnte am Tragegriff auch am Strand, im Boot, aber auch beim Laufen Unterhaltung bieten. Weitere Details zum Gerät hier.

 

ipod-kaco.jpgDas 1935 herausgekommene Kofferradio mit Plattenspieler von Kaco (Wega) war noch ein richtiger Klotz: 11 kg. Es gab schon ein Plattenablagefach.

 

 

Ein weiterer typischer Vertreter eines portablen Platten-Abspielgerätes mit eingebautem Radio-Teil war das Metz Babyphon.

 

Allerdings waren diese Geräte doch noch teilweise recht unhandlich und schwer.

 

Mit  Einführung der Transistortechnik in der zweiten Häfte der fünfziger Jahre  wurden die Kofferradios deutlich kleiner und leichter.

 

Tefifon bot mit dem holiday super II BK-61 /R ein technisch interessantes Tonfolien-Gerät mit Kofferradio an. Dieses Gerät konnte gut - auch bei Bewegung - Tonkonserven  abspielen, ein echter Fortschritt.

 

Bei den reinen Radios waren um 1960  viele Geräte schon keine Kofferradios mehr, sondern wurden völlig zu Recht  als Hemdtaschenradios oder Miniaturradios bezeichnet.

 

Grundig mit dem Mikro-Boy, dem Mini-Boy und dem superkleinen Solo-Boy brachten die neue Technik auf den Punkt. Aber auch beispielsweise Philips (Nanette L1W22T),  Telefunken (Zwerg-Taschensuper RT 31) und  VEB Stern Radio Berlin (Mikki) boten wirklich winzige Radios an, die man gern dabei hatte. Allerdings fehlte hier noch die Abspielfähigkeit für Ton-Konserven.

 

Mit recht kleinen Tonbandgeräten begann  auch unterwegs die Zeit der wiederabspielbaren Eigenaufnahmen.

 

In diesem Text wird auf portable Reporter-Geräte und Diktiergeräte nicht weiter eingegangen.

 

Die portablen TB-Geräte waren nicht so empfindlich wie Plattenspieler (wo sehr schnell bei Erschütterungen der Saphir aus der Rille springen konnte). Als Beispiel sei der Grundig Nikki oder das Telefunken M 300 erwähnt. Lediglich der Bandwechsel war noch für viele Benutzer ein Bedienproblem.

 

Deshalb war der nächste Schritt zur komfortablen Bedienung und zum leichten Bandwechsel entscheidend. So brachte Saba 1964 ein portables Radio mit Kasettentechnik im Tonbandbereich heraus: Sabamobil. Mit einem Griff konnte die Kassette gewechselt werden, eine Selbstaufnahme am Gerät war nicht möglich. Das Sabamobil war aber ein Schwergewicht mit seinen 4 Kilogramm.

 

Telefunken und Philips brachten auch in diesem Zeitraum ähnliche Tonband-Kassetten-Geräte heraus, die eine wirkliche Bedienungsfreudlichkeit sicherstellten.

 

Von beiden Systemen setzte sich nur die Philips Compact-Cassette durch und stellte über Jahrzehnte den Markt-Standard. Die Compact-Cassetten-Geräte wurden als reine Audio-Geräte (Beispiel Philips EL 3300) , aber auch als Radio-Recorder (Beispiel VEB Stern Radio Berlin Stern-Recorder R 160) angeboten.

 

Der Sony Walkman und Discman und der Apple iPod wurde schon auf der Vorseite angesprochen. 1982 brachte Sony einen Watchman ® Miniatur-Schwarzweiß-Fernseher heraus, den Weg zur portablen Fernsehunterhaltung mit Taschengeräten mit ebnete. Beispiel: Sony Watchman FD-20 von 1983.

 

Nichts dreht sich mehr!

MPEG-Player brachten die rotationsfreie Abspielung von Musik und Ton. (Es gab aber noch Versuche, das Speichermedium in Form von Mini-Festplatten zu realisieren.) Bisher waren immer bewegliche rotierende Teile Bestandteile des Systems  (Schallplatte, Schallfolie, Bandteller, Schwungmassen, usw.). 

 

Die MPEG-Player  nutzen fast ausschließlich digitale Flash-Speicher als Speichermedien.  Durch die MP3-Komprimierungstechnik konnten - stark gepackt - große Datenmengen gespeichert  und mit recht guter Qualität dargeboten werden. Die Musik und Sprache wurde daheim am PC aufgezeichnet und stand unterwegs auch mit winzigen Gerätchen zum Abhören bereit.

 

Anfänglich wurden reine Audio-Abspielgeräte angeboten. Bald kamen  Geräte hinzu, die eine FM-Radio-Funktion boten (mit und ohne Aufnahmefähigkeit der Rundfunksendungen), Geräte mit Mikrophonen und schließlich Geräte, die Photos und Videos, Daten und eben auch Podcasts abspielen konnten oder aber auch Photos und Videos aufzeichnen können. Es waren  keine reinen Player mehr. Die Zeit der Multimedia-Geräte hatte begonnen.

 

 

Podcasts

Mit den Medien-Playern können auch die jetzt so beliebten Podcasts abgespielt werden.

 

Podcasts sind im Grunde genommen aufgezeichnete Rundfunksendungen zu einem bestimmten Thema, die dann - auch wiederholt - mit dem Player jederzeit abgespielt werden können. Viele Sendeanstalten, Internet-Radio-Sender, aber auch Internet-Sites bieten diese Podcasts an.

 

Multimedia

Viele Anbieter offerieren iPod-ähnliche Modelle. Das Angebot ist unüberschaubar geworden. Als Beispiel für solch einen Medien-Player sei der Samsung YP-T10 genannt. Das Gerätchen hat ein 320 x 240 Pixel TFT-Display. Es können Audios und Videos und Podcasts und Texte abgespielt werden. Zusätzlich ist ein UKW-Radio integriert.

 

Die Grenzen der Geräte verschwimmen, das Telefon-Photo-Video-Audio-Radio-GPS-Computer-Handy ist Realität geworden. Smartphones schließen die Lücke zum PDA. Sie können (fast) alles.

 

Ein Ende ist nicht abzusehen. Sicher muß dieser Artikel alsbald um ein neues Kapitel erweitert werden ...

 

Zum Abschluß noch einige Modelle aus der Welt der Walkmen, Discmen, iPods, Mpegplayer und sonstigen Multimedia-Geräten:

 

ipod-sl-s138.jpg
Portabler Compact-Disc-Player Panasonic SL - S138
(Deckel geöffnet)

Nora S 4 K

Nora S 4 K

Metz Babyphon

Metz Babyphon

Grundig Mini-Boy

Grundig Mini-Boy

Philips Compact-Cassette EL3300

Philips EL 3300

 

 

Samsung YP-T10 (Photo RST)

Samsung YP-T10

 

ipod.jpg

iPod-Variante

 

 

 

 

 

TEAC MP-211 (Photo RST)

TEAC MP-211 MP3/MP4 Player

mit Radio-, Video, Photo, ebook-Funktion,

4 GB Speicher, USB

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Samsung SGH-U800 (Photo RST)
Samsung Handy mit Multimedia-Fähigkeiten

 

HTC Touch und Siemens Pocket Loox (Photo RST)

HTC Touch Smart Phone Touch

und

Siemens PDA Pocket Loox

 

 

 

 

 

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