1994 / 1996. Einführung des Internet in Deutschland für Endverbraucher
Obwohl in den ersten Jahren des Aufbaus des INTERNET in Deutschland dieses weltumspannende WWW (World Wide Web) noch kaum Multimedia-Stream-Fähigkeiten hatte, war es doch für den Rundfunk, für die Rundfunktechnik und für die Menschen, die sich mit diesen Themen beschäftigtigen, eine Zeitenwende. Von Jahr zu Jahr stiegen die Nutzerzahlen und die grenzenlose Zugriffsmöglichkeiten auf Informationen bis nach den USA und Australien, öffneten z.B. für Radiosammler neue Weg. Plötzlich wurde es so für einen Neuseeländer möglich, ein Schaltbild für das alte Radio seiner aus Deutschland eingewanderten Eltern via Internet und E-Mail zu beschaffen.
Gerade auch die Radio-Sammler bekamen ein schnelles Nachrichten-Medium an die Hand und konnten Fragen stellen und auch beantworten, wie es zuvor einfach unmöglich war. Es gab WWW-Radio-Sammler-Pioniere wie unser Vereinsmitglied Rainer Steinführ (www.oldradioworld.de), die schon 1996 begannen private WEB-Seiten anzubieten. Auch das Deutsche Rundfunk-Museum e.V. ging mit einem eigenen WEB-Auftritt 1998 online.
Mit zunehmender Einführung des schnellen Internet via DSL, usw. wurde es möglich, über des Netz auch Ton-Streams und Video-Streams anzubieten. Heute sind Podcast, MPeg-Downloads, Internet-Radio und Internet-TV und das Herunterladen von Spielfilmen (fast überall) überhaupt kein Problem mehr.
Basierte Internet anfänglich auf drei Säulen: WWW, E-Mail, (FTP) und Usenet, haben sich heute davon nur die beiden erstgenannten Dienste erhalten. Das Usenet (Usernet) war eine Art Forum, in der jeder Nachrichten und Daten für alle bereit stellen konnte. FTP war ein reiner Datenzugriff auf Server, der für alle oder Gruppen freigegeben war. Heute wird er eigentlich nur noch zur Hompage-Verwaltung genutzt.
1998. Einführung der digitalen Rundfunk-Betriebsarten DAB und DRM
Die analogen Modulationsarten AM (Amplitudenmodulation) und FM (Frequenzmodulation) haben systembedingt gewisse Grenzen hinsichtlich der Klangqualität und Störgeräusche bei AM und Rauschen und geringe Reichweite und beschränktem Senderangebot im UKW-Band bei FM. In den Vorjahren von 1998 wurden deshalb digitale Modulations-Verfahren entwickelt, die die gerade geschilderten Nachteile von AM und FM überwinden sollten. Im Bereich AM (LW, MW und KW) wurde DRM (Digital Radio Mondiale) vorgesehen und als Ersatz für UKW-FM die Betriebsart DAB (Digital Audio Broadcast).
DRM sollte auch in den klassischen Bändern Langwelle, Mittelwelle und Kurzwelle weitreichende Sender ermöglichen. Eine UKW-FM-ähnliche Klangqualität, Rauschfreiheit und stereophone Übertragung war das Ziel. Gleichzeitig hoffte man mit geringeren Sendeleistungen gleich große Gebiete versorgen zu können. Über die Jahre stellte sich aber heraus, dass die verwendete Hardware und Software und die die verwendeten Sendeleistungen nicht zum erwarteten Ergebnis führten. Gute AM-Empfänger kamen mit geringeren Feldstärken aus, als die DRM-Geräte.
Es war auch nicht so, daß es entweder 100% - igen Empfang gab oder gar keinen. Bei kritischen Feldstärken neigten die DRM-Geräte zu Aussetzern mit recht langen Resynchronisationszeiten und Fragmentbildungen (Blubbern). Auch kann man wohl nicht die Sendeleistungen (im Verhältnis zu AM) weit genug herabsetzen. Das scheint mit der Grund dafür zu sein, warum (Stand 2011) DRM sich nicht durchsetzen konnte.
DAB / DAB+(DAB+ ab 2011) ist als Ersatz für den bisherigen UKW-FM-Rundfunk gedacht. Die Einschränkungen, insbesondere bei den zur Verfügung stehenden Programm-Plätzen im UKW-Band, sollen mit DAB überwunden werden. Tatsächlich kann DAB bei ausreichender Feldstärke und einer hohen Übertragungsrate ein gutes stereophones Audio-Signal liefern. Weiterhin kann zumindest DAB+ Zusatzinformationen wie Fotos, Logos und über Journaline (Menü-Text-System) bereit stellen.
DAB und DAB+ können theoretisch mehr Sender anbieten, weil sie auf einem Sendekanal eine Vielzahl von Stationen unterbringen. Es st eine Frage der zugeteilten Übertragungsraten. Je höher die Stream-Zahl ist, desto besser die Klangqualität. Es werden leider oft zu geringe Übertragungsraten genutzt, sodaß die eigentlich beabsichtige "CD-Qualität" nicht immer erreicht wird. Auch DAB / DAB+ leidet an (noch) zu geringen Sendeleistungen, zu geringer Versorgungsdichte (Stand 2011), zu wenigen Nutzern und zu wenig Geräten - die alle Optionen von DAB+ - ausschöpfen.
Aussetzer (insbesondere beim Indoor-Empfang), Blubbern und langen Resysnchronistaionszeiten sind leider ein Thema. DAB wurde um 1998 eingeführt und konnte sich bis 2011 nur als Randprodukt ohne relavante Zuhörerzahl halten. Der Restart mit DAB+ August 2011 könnte besser gelingen, vorausgesetzt die Zuhörer nehmen jetzt DAB+ an. Zum diesem Themenbereich gibt es auf unseren Seiten mehr Informationen. Bleibt abzuwarten, ob DAB+ ein Erfolgsmodell werden kann, trotz der Konkurrenz der Multi-Mediafähigkeiten des Internet, wenn es denn vom Publikum angenommen wird.
2010 / 2011. Zusammenführung vom klassischen Fernseher mit dem Internet: HbbTV

Einige Sendeanstalten verbessern in Zusammenarbeit mit der Geräte-Industrie die Möglichkeiten moderner Fernsehempfänger hinsichtlich der Erweiterung des Informationsangebots. Die Beschränkungen von Videotext und Programm-Guide sollen überwunden werden. Dazu ist es aber nötig, einen neuen bidirektionalen Datenweg für den Fernseher bereitzustellen. Es bietet sich hier das Internet an, wenn dieser Zugang die nötige Geschwindigkeit aufweist.
So kommen nun Fernsehgeräte und Zusatzgeräte auf den Markt, die den Internet-Zugang über LAN oder WLAN ermöglichen und beide Welten (Fernsehen und Internet) direkt im Gerät verknüpfen. Es haben sich drei Komponenten herausgebildet:
Spezielle Internetportale (zumeist auf den Hersteller des Geräts bezogen) bieten einen (zwar stark eingeschränkten) Zugang auf Internetseiten. Je nach Provider, werden hier eine Auswahl von Diensten (auch gewerblicher Art) zumeist als "Apps" angeboten.
Leider ist die Industrie/Sendeanstalten-Absprache über die genaue "Norm" des Systems HbbTV (Hybrid broadcast broadband Television) wohl nicht hundertprozentig erfolgt oder umgesetzt worden. Das kann zu gewissen Umstimmingkeiten und unterschiedlichen Fähigkeiten der HbbTV-Geräten führen.
Derzeit ist eine Zertifizierung der Geräte im Gespräch, allerdings wollen nicht alle Geräte-Anbieter sich dabei einbinden lassen. Sogar die Namensgebung ist nicht einheitlich: Teilweise wird HbbTV und / oder Smart TV verwendet, aber auch andere Begriffe.
Ein echtes Internet-Browsen - auch auf nicht vom Provider vorbestimmten Seiten - ist mit diesen Hybrid-Geräten noch nicht möglich.
1992 - 2010. HDTV (HD-MAC, HD-Ready, Full HD).
ARTE, ARD und ZDF führen HDTV-Regelbetrieb ein
Es hat in der Vergangenheit mehrere Versuche gegeben, hochauflösendes Fernsehen einzuführen. Schon zu Zeiten des analogen Fernsehens gab es z.B. HD-MAC (mit 1192 sichtbaren Zeilen) um 1992 . Eine echte Markteinführung gab es nicht. Mit ein Problem waren die Bildschirme der Fernseher. Um bei einem üblichen Betrachtungsabstand von 2-4 Meter eine wirklich gute Auflösung bieten zu können, sind entsprechende Bildröhren-Diagolen von ca. 80 - 100 cm sinnvoll.
Erst mit Einführung der "Breitwand"-LCD- und Plasma-Fernseher zeichnete sich ein wirklich brauchbarer Weg ab, zumal hier auch die Breitwand-Formate realisiert werden konnten. Nach einigen Jahren der Tests und Vorbereitungen (auch auf Seiten der Studiotechnik), gingen ARTE, ARD und ZDF auf speziellen Sendeplätzen mit HDTV um 2010 in den Regelbetrieb. Zuvor zeigte die ARD z.B. auf "Festival" Testfilme und zu besonderen Terminen (Weihnachten, Ostern) HDTV-Programme.
Es gab um 2010 schon eine gewisse Anzahl von HDTV-Fernsehern auf dem Markt und in Gebrauch beim Publikum. Über Astra konnte neben verschlüsselten Sendern auch eine Demo-HDTV-Schleife betrachtet werden.
Die Industrie führte den Standard "HD Ready" ein. HD-Ready Fernseher mussten gewisse Mindestvoraussetzungen haben, u.a. sollten die 720 Zeilen darstellen können bei 1280 x 720 Pixel. Es gab hier Untervarianten. Bald wurde nochmals "nachgebessert" in Form von HD-Ready 1080p und Full HD. Die Verfahren unterschieden sich hinsichtlich der Auflösung und Art der Bilderfolge (progressive und interlaced). Full HD bietet gegenüber HD Ready eine höhere Auflösung, kann aber bei schnell bewegten Motiven eine gewisse Bewegungsunschärfe hervorrufen. Einige Fernsehsender bieten HD-Ready-Auflösungen (z.B. ARD und ZDF), andere nutzen Full HD. Ein gewisser Streit, was nun besser ist, ist noch nicht beendet. Full-HD-Fernseher können auch HD-Ready verarbeiten und umrechnen, neuere HD-Ready-Fernseher wiederum können Full-HD runterechnen und zeigen. Alte Standard-Auflösungen (SDTV) rechnen alle HDTV-Fernseher automatisch um.
Zusätzlich gibt es HDTV+ , eine Möglichkeit für Bezahl- Sender Programme für Benutzergruppen anzubieten. Technisch ist HDTV+ eigentlich HDTV. Der Nutzer erwirbt für eine bestimmte Zeit eine Freischaltkarte, die den Zugang ermöglicht.
HDTV-Fernseher können folgende Quellen (teilweise gegen Bezahlung) nutzen:
Allerdings besteht über das digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T) keine HDTV-Möglichkeit.
2002. Einführung des terrestrischen digitalen Fernsehens (DVB-T):
Seit Jahrzehnten (ab 1952) wurde das Fernsehen über Sender an möglichst hohen Orten und Groß-Antennen analog abgestrahlt. Jedes Programm benötigte einen eigenen Sender. Hohe Sendeleistungen wurden benötigt. Bei den Fernsehteilnehmern mußten teilweise leistungsstarke Dachantennen verwenden werden. Das sollte durch DVB-T (Digital Broadcasting Terrestrial) verbessert werden. DVB-T kann im Vergleich zum alten analogen Fernsehen...
Um das zu erreichen, bot sich die digitale Übertragung der Bild- und Tondaten an. Allerdings wurden entweder neue Fernseher oder sogenannte SET-TOP - Boxen benötigt. Das bedeutete für Menschen, die über keinen Kabel-Anschluss oder über keine Satelliten-Schüssel mit SAT-Receiver verfügten, (auch finanziell) nachzurüsten zu müssen.
DVB-T ist nicht HDTV-fähig und damit aus Sicht von 2011 nicht für die Zukunft gerüstet. DVB-T ist nicht weltweit im Einsatz, ähnlich wie beim analogen PAL, NTSC und Secam ist die Welt in diverse unterschiedliche Anwendungs-Regionen unterteilt. Es kann auch verschlüsselte TV-Programme und Rundfunkprogramme abstrahlen. Es zeigte sich aber bald, dass man versuchte über Reduzierung der Stream-Übertragungsraten mehr Programme unterzubringen. Reduzierung der Stream-Raten bedeutet aber Verringerung der Bildqualität. Weiter musste festgestellt werden, dass auch DVB-T schlechte Qualitäten bei schwachen Signalen - wie auch bei dem Analog-Fernsehen - hinnehmen musste. Es können Ruckel-Bilder und Artefakte-Bildungen in Bild und Ton entstehen. Die Werbeaussage "DVB-T liefert entweder optimalen Empfang oder überhaupt keinen Empfang", ließ sich so nicht bestätigen.
DVB-T wurde bald auch "Überallfernsehen" genannt, damit sollte seine Fähigkeit für Mobil- und Portable-Empfang auch bei schlechten Empfangslage beschrieben werden. Diese Fähigkeiten werden aber nur bedingt geboten und eingehalten. Die bei Einführung des DVB-T beworbene Rundfunk-Fähigkeit hat sich nicht durchsetzen können. 2011 gibt es noch kaum Rundfunkprogramme über DVB-T. Da die HDTV-Fähigkeit fehlt, denkt man ab 2006 (nur vier Jahre nach Einführung von DVB-T) schon wieder über eine neue Norm nach: DVB-T2. Allerdings stellt sich das Publikum 2011 immer mehr auf Internet-Fernsehen um....
Zur Umstellung des analogen Rundfunks auf digital (DAB, DAB+ und DRM): 
Multimedia - umfassender Begriff:
Streng genommen ist auch ein Radio mit eingebautem Plattenspieler und / oder Tonbandgerät oder eine Kombi-Truhe für Fernsehen - Radio - Plattenspieler/Tonband ein Multimedia-Gerät. Im Sprachgebrauch hat sich aber eher als Gerätetyp ein kleines zumeist portables Konstrukt durchsetzt, das folgende Fähigkeiten dual oder auch vielfach zusammenfügt (diverse Kombinationen sind denkbar):
Radio (zumeist UKW-FM), Telefonhandy (Mobile Phone), Smart Phone, MPeg-Player, Photofähigkeit, Video-Fähigkeit, Mini-TV, Wlan-Radio *, Internet-Zugang, Internet-Radio *, UMTS, GPS, DAB+, usw, usw.
Seit ca. 1990 kann man nach der obigen Definition Multimedia-Geräte finden. Stand 2010: Tablet-PCs und eBooks mit Multimedia-Fähigkeit als vorläufiger neuster Schrei. Begonnen hat diese Entwicklung mit den MPeg-Playern. Durch die Verwendung des hochkomprimierenden MP3-Daten-Formats konnten Unmengen von Musikstücken auf Speicher-Chips geladen werden und standen in immer kleiner werdenden Playern zur Verfügung. Durch die Kombination mit UKW-Radio-Komponenten und / oder Video-Anzeigefähigkeiten wurden das Multimedia-Geräte.
Vorläufiger Höhepunkt sind Smart Phones, die "alles" können. Internet-Videos, Internet-Fernsehen, Internet-Stream im Allgmeinen, Touch Screens, Zugriff auf Informations-Dienste, Datenbanken, Zugang zu "Social Networks", Uploads eigener Photos oder Videos sollen nur als Beispiele angeführt werden. Solange das drahtlose Telefonnetz und das Internet arbeitet und die Dienste nicht blockiert werden, kann en solches Handy "alles" ersetzen und zusammenführen. Mit den sogenannten APPS ist fast jede sinnvolle oder sinnlose Aufgabe realisierbar. Im Grunde bieten die Smart Phones eigentlich alles das, was die kleinen Gerätchen in Händen von "Mister Spock" aus der Science Fiction Serie "Raumschiff Enterprice" schon voraus ahnten.
Das Deutsche Rundfunk-Museum e.V. hat begonnen, dem Bereich Multimedia verstärkte Aufmerksamkeit zu widmen. Dazu gehört auch ein eigener Bereich in der Online-Ausstellung. Wir sind weiterhin an Exponate-Spenden aus dem Multimedia-Bereich interessiert.
* = Internet-Radio / Wlan-Radio: Über einen schnellen drahtgebundenen oder drahtlosen Internetzugang können auch Radio-Streams übertragen werden. Es stehen eine große Zahl von weltweit erreichbaren "Radio"-Stationen zum Empfang bereit. Derzeit (2011) kann man von bis 30000 Stationen ausgehen. Ob diese hohe Quantität auch eine entsprechende Qualität aufweist, bleibt dahingestellt. WLan-Radios (mit drahtlosem Internetzugang) sind zumeist portabel und "sicherheitshalber" noch mit einer UKW-FM-Radio-Fähigkeit ausgestattet. Das oben gezeigte Gerät von Pure "Sensia" hat DAB+ (mit Dia-Show), UKW-FM, Wlan-Radio, bedingten Browser-Internezugriff, Ipod und Mediaplayer-Zugriff.
Wandel vom klassischen Fernsehformat 4:3 zu den Kino-ähnlichen Breitwandformaten.
Mit Beginn der Schwarz-Weiß-Fernsehübertragungen 1952 wurde das Format 4:3 (Seitenverhältnis) verwendet. Obwohl auch im Fernsehen immer mehr Spielfilme in Breitwandformaten gezeigt wurden, blieb das 4:3 Format lange die Regel. Zuerst behalf man sich, in dem nur ein 4:3-Ausschnitt aus einem Breitwandfilm abgetastet wurde. Später ging man - Nach Beschwerden - dazu über, oben und unten einen schwarzen Streifen auf dem 4:3-Schirm frei zu lassen. Damit war das Seitenverhältnis des Films "gerettet", aber eben auch Bildfläche verschenkt. Das 16:9 Bild wurde auf dem 4:3 Schirm kleiner.
Um Abhilfe zu schaffen, wurden Vacuum-Bildröhren gebaut, die das Format 16:9 als Außenmaß hatten. Die Entwickler hatten Probleme dieses für die Röhrenstabilität ungünstige Format bei großen Bilddiagonalen zu realisieren. Die Bildröhren wurden einfach zu schwer.
Erst mit Einführung der modernen Flachbildschirme in (zuerst) Plasma-Technik und (später) in LCD-Technik gelang es praktikable 16:9-Fernseher auch mit großen Diagonalen zu bauen. Vor Einführung des HDTV-Fernsehens wurden die Breitwandfilme in das 4:3 Format gequetscht, was zu einer Minderausnutzung der Flächen führte. Es gab zu Analogzeiten auch Versuche , die fehlenden Flächen zu füllen (PALPlus).
Wurde ein 16:9-Film gesendet, gab das ein recht gutes Bild, weil die störenden Steifen oben und unten weg wagen. Man kaufte sich das aber ein durch Streifen am linken und rechten Rand bei normalen 4:3 Sendungen ein. Zunehmend behalf man sich dadurch, dass bei 4:3 Sendungen auf 16:9 Geräten das Bild BREIT geschaltet werden konnte. Ergebnis: Linke und rechte Streifen weg, dafür gerieten aber die dargestellten Damen und Herren viel zu dick.
Ein weiteres Problem trat hervor: Es gab nicht nur das 16:9 Format. Diverse Kinoformate führten doch wieder zu Streifen-Rändern. Die Fernsehgeräte-Industrie versuchte mit verschiedenen Strategien automatisch und / oder durch Handbedienung die Streifen wegzubekommen. Das gelang (gelingt bis heute) nur bedingt. Erfreulicher Weise wird das alte 4:3 Format von den Anstalten immer weniger angeboten, die meisten Sendungen sind schon in 16:9.
ARD und ZDF stellten 2007 auf 16:9 um, obwohl es auch schon zuvor Sendungen gegeben hat. Schon seit Mitte der neunziger Jahre wurden viele Fernsehfilme in 16:9 gedreht, später dann auch schon in HDTV-Auflösung.
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