Die Funkausstellungen 1991-2010

38. Internationale Funkausstellung Berlin 1991 (30. August - 8. September)

 

Das Thema Nr. 1 auf dieser IFA ist neben dem offiziellen Ausstrahlungsbeginn von Fernsehprogrammen im D2-Mac-Standard die Einführung des Bildschirmformats 16:9. Dieses Format ist ursprünglich ein Merkmal der geplanten HDTV-Norm. In Zukunft werden vermehrt Fernsehsendungen im 16:9-Format über den Fernsehsatelliten TV-Sat ausgestrahlt, eine automatische Format-Umschaltung sorgt dafür, dass die neuen 16:9-Fernseher auch Sendungen im 4:3-Format problemlos wiedergeben können. Die Bildgrößen der auf der Funkausstellung von verschiedenen Herstellern (z.B. Blaupunkt, Grundig, Loewe Opta, Nokia, Nordmende, Philips, Siemens und Telefunken) präsentierten 16:9-Geräte betragen 92-cm-, 82-cm- und 71-cm-Bilddiagonale, die letzten beiden Formate sollen aber erst ab 1992 lieferbar sein. Besondere technische Merkmale dieser 92-cm-Multinorm-Geräte sind z.B. elektronische Zeilenverdopplung auf 1250 Zeilen, integrierte Satelliten- und D2-Mac-Decoder, Bild im Bild (PIP) und Bild außerhalb des Bildes (POP), TOP-Videotext und 2 x 70 Watt HiFi-Ton (Telefunken Cinevision).

 

tv470.jpgAuf dem deutschen Camcorder-Markt tummeln sich 36 Anbieter mit über 280 Modellen, das Interesse und der Absatz steigt ständig, nicht nur wegen der sinkenden Preise. Die aktuellen Modelle der neuen Saison sind insgesamt kleiner und leichter, ein Video 8-Camcorder von Canon wiegt z.B. nur noch 580 g, und sie werden noch leistungsfähiger. Sony präsentiert den Video-Hi8-Camcorder CCD-TR 705, der sogar Stereoton aufzeichnen kann und trotzdem nur 600 g auf die Waage bringt. Auch Camcorder im VHS-C-Format wiegen nur wenig über 600 g. Hohe Lichtempfindlichkeit, Motor-Zoom-Objektive, computergesteuerte Automatikschaltungen für Blendensteuerung, Fokussierung, Weißabgleich und Tonaussteuerung vereinfachen die Bedienung. Die Heim-Videorecorder zeigen ebenfalls technische Verfeinerungen wie Quickstart-Laufwerk, automatische Videokopf-Reinigung und z.B. eine Verbesserung der Bildwiedergabe durch eine Zusatzschaltung (ASO-plus, Nokia), die beim Abspielen von abgenutzten Videocassetten den Verlust von Detailschärfe korrigiert. Ein Archiv-System bietet der Grundig-Recorder VS 960 VPT: Er legt für jede neue Cassette ein „Karteiblatt“ mit Cassetten-Nummer, Aufnahmedatum, Spielzeit, Titel, Sparte und Cassettentyp an. Eine einmal gemachte Aufnahme lässt sich so problemlos wiederfinden.

 

Ein weiterer Anziehungspunkt sind die Satelliten-Empfangsanlagen. Seit dem Start des Fernsehsatelliten Astra 1 B am 2. März 1991 sind neun deutsche und weitere internationale Programme zu empfangen, rund 80 % Prozent aller bisher verkauften Anlagen sind auf die Astra-Satelliten ausgerichtet. Neben empfindlicheren Satellitenschüsseln für den Individualempfang werden Anlagen für Mehrfamilienhäuser und für die Erweiterung von Gemeinschaftsantennen vorgestellt.

 

Auf der diesjährigen Funkausstellung wird auch im Audio-Bereich ein neues Kapitel der Digitaltechnik eröffnet. Die weiterentwickelte Digital Compact Cassette (DCC) verwendet jetzt die Technik der Daten-Komprimierung und bietet somit eine höhere Aufzeichnungsdichte. Sony präsentiert die MiniDisc (MD), ein digitales System auf der Basis der optischen Platte. Auch hier wird ein Datenreduktionsverfahren verwendet, so dass diese kleine Platte mit 6,4 cm Durchmesser eine Spielzeit von 74 Minuten bietet. Neben den industriell vorbespielten Platten für die reine Wiedergabe soll es eine magneto-optische Disc für die digitale Aufzeichnung durch den Konsumenten geben. Eine weitere Neuheit im Audio-Bereich sind die magneto-optischen 12-cm-CD's (CD-MO), die die gleiche Speicherkapazität wie eine Compact Disc haben. Auch diese CD's können nicht nur abgespielt, sondern auch beliebig oft selbst bespielt bzw. überspielt werden. Ein für diese Technik geeigneter Recorder (Sanyo/Fisher), der auch konventionelle Audio-CD's wiedergibt, ist mit einer Anschlussmöglichkeit für einen Computer ausgestattet und erlaubt so die digitale Speicherung von Musik, Bildern und Computerdaten. Weiterentwickelte DAT-Recorder zeigen zu den Mini-HiFi-Anlagen passende Maße; kaum größer als ein Taschenkalender ist der tragbare, akkubetriebene RX-P 1 H von Sharp (9 x 12 x 3,6 cm).

 

Einen Schwerpunkt auf der IFA 1991 bildet der Bereich Telekommunikation, der sich zum zweiten Mal auf dieser Messe präsentiert. Zahlreiche Hersteller zeigen auf den Gebieten Telefon, Anrufbeantworter, Telefax und Mobilfunk ihre Neuheiten. lm Heimbereich sind die schnurlosen Telefone immer beliebter, eine Reichweite von rund 30 m in Gebäuden und bis zu 300 m im freien Gelände bei guter Qualität und Abhörsicherheit machen das Telefonieren bequemer. Sinkende Preise lassen eine Zuwachsrate von 30 % erwarten. Aber auch die stationären Apparate bieten hohen Komfort: Nummernspeicher, alphanumerische Anzeigen und integrierte Anrufbeantworter gehören zur breiten Mittelklasse.

 

EX 12.1.2010

 

39. Internationale Funkausstellung Berlin 1993 (27. August - 5. September)

 

yachtboy1993.jpgAuf dieser IFA sind technische Sensationen Mangelware: Die Technik im Fernsehbereich hat eine Pause eingelegt, der Umgang mit ihr steht diesmal im Vordergrund. Die fortschreitende Digitalisierung macht sich jetzt mehr im Bedienungskomfort der Geräte bemerkbar, nötige Einstellvorgänge werden durch die Bildschirm-Menüsteuerung (On-Screen-Display OSD) zum Kinderspiel, Fernseher und Videorecorder lassen sich bequem vom Sessel aus programmieren. Zahlreiche Firmen präsentieren Fernsehgeräte im 16:9-Format in Mehrnormenausführung, die zum großen Teil mit Satelliten-Tuner ausgerüstet sind. Klanglich gibt es eine Verbesserung durch den Dolby-Surround-Ton, einen Raumklang fürs Wohnzimmer. Hierbei wird der auf mehreren Kanälen aufgenommene Fernsehton über fünf Lautsprecher abgespielt. Das zentrale Tonsignal, z.B. ein Dialog, ist über den Lautsprecher des Empfängers zu hören, Stereosignale wie Musik werden über die beiden Stereokanäle mit Zusatzlautsprechern wiedergegeben. Über einen weiteren Kanal, den Rückkanal, werden die Hintergrundgeräusche zu zwei Lautsprechern, die hinter den Zuschauern angeordnet sind, übertragen. Die Fernsehgeräte im 4:3-Format fallen äußerlich durch superflache Bildröhren und modernes Design auf (z. B. Grundig Exclusive Line im Design by F. A. Porsche, Loewe Opta Arcada und Calida in farbigen Gehäusen, Metz Carat, Philips Sensuval 21-350); eine Weltneuheit ist das von Luigi Colani kreierte Fernsehgerät der Firma RFT AG Staßfurt. Dieses Design soll insgesamt zehn Geräte-Typen einbeziehen.

 

Vorführungen des neuen Fernseh-Übertragungsstandards PALplus geben einen Einblick in die zukünftige Fernsehtechnik, regelmäßige Ausstrahlungen sollen ab 1994 erfolgen. Hauptmerkmale von PALplus sind: Wiedergabe des 16:9-Breitbild-Fernsehformats mit voller Vertikalauflösung, volle Abwärtskompatibilität zur bestehenden PAL-Norm, verbesserte Bildqualität durch Ausnutzen der vollen Videobandbreite und verbesserte Tonqualität. Nachdem sich der erst vor wenigen Jahren eingeführte D2-MAC-Standard nicht durchsetzen konnte, bedeutet die Einführung des PALplus-Standards einen wichtigen Schritt auf den Übergang zum geplanten 16:9-Hochzeilen-Fernsehen (HDTV).

 

Der Start des dritten ASTRA-Satelliten (ASTRA 1 C) am 12. Mai 1993 und die Tatsache, dass neben den Privaten jetzt auch ARD, ZDF und einige Dritte Programme über diesen Satelliten ausgestrahlt werden, sorgen für ein verstärktes Interesse an Satellitenempfangsanlagen. Sechs Firmen stellen über 18 Fernsehgeräte mit eingebautem Satelliten-Tuner aus (je nach Bildgröße zwischen DM 999,- und DM 9.400,-), und die Hersteller von Einzelanlagen für den ASTRA-Empfang präsentieren verbesserte Modelle, die schon einen erweiterten Frequenzbereich für den Empfang des geplanten vierten ASTRA-Satelliten bieten.

 

Im Bereich der Videorecorder steht die Einführung des neuen, aus den USA kommenden Programmierstandards ShowView im Vordergrund. Mit ShowView muss zum Programmieren des Recorders nur noch eine Zahlenkolonne von drei bis neun Zahlen eingetippt werden. Darin sind alle Informationen enthalten, die der Timer im Videorecorder braucht, wie etwa Start-, Stoppzeit, Datum und Programmplatz. Der Zahlencode zu jeder einzelnen Sendung wird in der Programmzeitschrift abgedruckt.

 

lm Audiobereich sind die Minianlagen wieder in Mode, sie bieten inzwischen einen technischen Komfort, der bislang nur in teuren Einzelkomponenten zu finden war. Ausstattungsmerkmale wie Fernbedienung, automatische Senderwahl, Timerfunktion, RDS-Empfang, Doppelcassette, CD-Spieler, teilweise sogar als Wechsler ausgelegt, findet man in vielen dieser aus Einzelkomponenten, Zweiblock-Anlagen oder einem Einzelblock bestehenden Minis (unter DM 1.000,-). Klanglich verbessert wurde die neue Generation der MiniDisc-Player. Eine vollständige MD-Modellpalette, überwiegend als tragbare Geräte ausgelegt, und ein umfangreiches Angebot an vorbespielter Software (etwa 500 Titel) präsentieren System-Erfinder Sony und zahlreiche Lizenznehmer (z.B. Sanyo, Sharp). MD-Player sind jetzt auch in Autoradios wie in das mit abnehmbarem Bedienteil und RDS-Empfang ausgerüstete Sony-Modell MDX-U 1 RDS eingebaut.

 

Die Telekommunikationselektronik belegt in diesem Jahr rund 20 % der Ausstellungsfläche, ein Beweis für die schnelle Entwicklung dieser Technik und das steigende Interesse an ihr. Die amerikanische Computer-Firma Apple z.B. ist zum ersten Male auf der IFA präsent. Zu den Schwerpunkten gehören wieder die Geräte des Heimbereichs, wie schnurlose Telefone nach dem neuen, abhörsicheren europäischen DECT-Standard, Anrufbeantworter und Telefax-Geräte, häufig zu einer Einheit mit einem Telefon zusammengefasst. Die immer kleiner und handlicher werdenden D-Netz-Funktelefone sind besonders für mobile Telefonkunden interessant. Im CB-Funkbereich präsentiert die Firma dnt ihre Michael Schumacher Collection: drei CB-Funkgeräte der Spitzenklasse mit den Namen Monza (Handfunkgerät), Hockenheim und Silverstone (Mobilgeräte). Hier sollen werbewirksam durch den Sympathieträger Schumacher neue Kundenkreise angesprochen werden.

 

EX / RST 12.01/2010 18.01.2011

 

 

40. Internationale Funkausstellung Berlin 1995 (26. August - 3. September)

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Die Fernsehgeräte werden immer mehr über die reine Fernsehprogrammwiedergabe hinaus auch für die modernen Medien genutzt. Noch dominiert bei den Video-Konserven der Videorecorder, aber CD- und DVD-Player sind auf dem Vormarsch. Die Anschlußmöglichkeit des Fernsehers an den Computer und als Spiele-Anzeigegerät stehen dafür.

 

Es werden Beamer (Fernseh- und Videoprojektoren) vorgestellt. Plasma-TV-Geräte werden auch mit großen Bild-Diagonalen gezeigt.

 

Grundig bringt eine moderne Nachempfindung des legendären Heinzelmann-Radios von 1946 heraus. Als Beispiel für ein eigenständiges und ungewöhnliches Design  (gestaltet von Werner Engels) zeigt Grundig die HiFi-Anlage SPACE FIDELITY PA 2. Hier wird eine Wandmontage-Komponente mit einem absetzbaren Bedienteil kombiniert.

 

Laser-Großbildprojektionen, Set-Top-Boxen für das kommende digitale terrestrische Fernsehen, Verschlüsselungstechniken für Bezahl-Fernsehen, konkurrierende CD/DVD-Video-Systeme, Kombinationsversuche Fernsehen/Internet/PC sind weitere Stichpunkte für Vorstellungen auf der IFA in diesem Jahr.

 

41. Internationale Funkausstellung Berlin 1997 (30. August - 7. September)

 

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Das Pilotprojekt des digitalen terrestrischen Rundfunks (DAB) wird vorgestellt. DAB soll zukünftig den analogen UKW-FM-Rundfunk spätestens 2016 ersetzen bei besserer Tonqualität und möglichen Zusatzdiensten.

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Auch auf den klassischen Rundfunkbändern LW, MW, KW soll der digitale Rundfunk Einzug halten. DRM (Digital Radio Mondial) soll AM-Sendungen bei besserer Qualität - auch in Stereo - ersetzen. 

 

Im Bereich Fernsehen werden sogenannte 200 Hz-Geräte vorgeführt, die eine bessere Bildqualität bei stark bewegten Szenen bieten sollen.  

 

Flachbildfernseher mit Plasma-Bildschirmen werden vorgestellt. 

 

(Stichwort: erster Flachbildfernseher)

 

 

 

 

42. Internationale Funkausstellung Berlin 1999 (28. August - 5. September)

Ein grosses Angebot in der Multimedia-Welt. Modebegriffe, wie "Entertainment World, Online World, IfA Young World, Mobile Media" werden dargestellt. Viele dieser Begriffe tauchen auf einer IFA auf und verschwinden schon auf der nächsten Messe.

 

Industrie und Rundfunkanstalten preisen das digitale Radio DAB (Digital Ausio Broadcast) an. DAB im Regelbetrieb. Zumindest am Ausstellungsort Berlin gibt es während der IFA ein grosses DAB-Senderangebot.

 

Grosse Plasma-TV-Flachbildschirmgeräte sind  ein Publikumsrenner.  Selbstbespielbare Audio MiniDisc-Player und Cam-Corder werden gezeigt, als Stichwort sei nur Sony MiniDisc 2 genannt.  Super-Audio-Compact-Disc (SACD) wird vorgestellt. Fernseher mit eingebautem DVB-T-Tuner werden vorgeführt (DVB-T soll das bisherige analoge Fernsehen ersetzen). Auf einem Sendekanal können digital mehrere Programme gleichzeitig abgestrahlt werden.  Erste LCD-Flachbild-Fernseher werden gezeigt (noch ungesichert, muß noch verifiziert werden).

 

 

 

43. Internationale Funkausstellung Berlin 2001 (25. August - 2. September)

 

Multimedia bleibt der Oberbegriff auf der IFA. Auch eigentlich "artfremde" Geräte, wie Digitalphotoapparate, usw. werden zunehmend gezeigt. Digitale Ton- und Video- und TV-Verarbeitung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die digitale  Video-Aufzeichnung ist deshalb einer der Haupt-Themen auf dieser IFA. Weitere Bezahl-Fernsehdienste (z.B. über Satellit) werden angeboten. Der Zugang für den Verbraucher erfolgt über zuzukaufende Lizenzen, die auch in Steckkarten-Form realisiert werden.

 

DVB-T als geplanter Ersatz für das bisherige terrestrische analoge Fernsehen ist ein wichtiger Punkt. Der Standard Multimedia Home Platform (MHP) zur Kombination von Fernsehen und Internet wird dargestellt. Große Flachbildschirme (LCD und Plasma) und Groß-Beamer sind auf den Ständen zu sehen. Auch der HiFi-High-End-Bereich findet Raum: Multi-Media und DVD, auch für den Einsatz im PKW. DAB weiterhin als "neues Radio" in der Vorstellung. Im Bereich Mobile Phones (Telefon-Handys) auch Internetzugang auf das sogenannte WAP-Netz. Telefonhandys mit eingebautem UKW-Radio.

 

Bei den Fernsehern kommen neben den schon fast preiswerten Plasma-Flachbild-Fernsehern auch noch sehr teuere LCD-Flachbildfernseher mit Formaten um 38 cm Diagonale zur Vorführung. (Stichworte: Plasmabildschirm, Plasmafernseher, LCD-Fernseher, LCD-Flachbildfernseher)

 

 

44. Internationale Funkausstellung Berlin 2003 (29. August - 3. September)

 

Das digitale Radio DAB wird wieder auf der IFA gezeigt, das Programmangebot ist während der IFA erweitert. Für das Auto werden leistungsstarke HiFi-Anlagen mit bass-betonten Hochleistungslautsrechern vorgeführt., NF-Leiszungen von 500 Watt sind dabei nicht ungewöhnlich.  Im TV-Bereich werden auch HDTV-Geräte dem Publikum dargeboten. DVB-T in Kombination mit Rundfunk-Sendern auf den digitalen Kanälen. Geräte, die Internet und MPH verarbeiten, sind weiter auf dem Vormarsch (siehe Bericht vom Jahr 2001).

 

Multimedia, Groß-16:9-Flachbildschirme (als Plasma-Fernseher und LCD-Fernseher) für großes Heimkino bleiben  Hauptthemen. Als Datenspeicher für Video wird zunehmend DVD und Festplatte einesetzt. Mehrkanal-Audiotechnik für gute Heim-Kino-Effekte. Die analoge Schallplatte ist noch nicht tot, High-End-Player für die Vinyl-Scheiben werden vorgestellt. Das drahtlose UMTS-Netz für Hochgeschwindigkeits-Internet und Audio-Video-Streamfähigkeit. gewinnt Bedeutung.  Wireless LAN (Wlan), Bluetooth, LAN sind in der Lage auf dem PC Radio und Fernsehen als Streams zu übertragen.

 

 

45. Internationale Funkausstellung Berlin 2005 (2. September - 7. September)

 

Mit dem Begriff "HD-Ready" versucht die Industrie eine Art Marktstandard für das hochauflösende Fernsehen einzuführen. HD-Ready-Geräte können u.a. im Format 16:9 zumindest eine Auflösung von 720 Zeilen Fernsehen zeigen. Im Video-Bereich beginnt der "Kampf" zwischen HD-DVD und Blue-Ray als Markt-Standard. Samsung zeigt einen Flachbildschirm mit 101 '' (2,56 Meter) Bild-Diagonale. Das Home-Cinema mit Großbildschirmen und Mehrfachkanal-Audio wird vom Publikum stark beachtet.

 

Bildröhrenfernseher im 4:3-Format sind fast vom Markt verschwunden. Das Angebot von Mpeg-Playern mit diversen Zusatzfunktionen wird unüberschaubar. Loewe bietet Fernseh-Geräte mit integriertem Festpalttenrecorder an, der auch zeitversetzes Aufzeichnen ermöglicht. Für das Mobile Phone (Handy) wird Digital-Multimedia-Broadcasting (DMB) vorgestellt.

 

 

46. Internationale Funkausstellung Berlin 2006 (1. September - 6. September)


ifa-2006-kat.jpgBisher wurden die Funkaustellungen seit 1953 (Ausnahme 1970) im Zweijahresabstand veranstaltet. Ab 2006 ging man wieder zum Jahresabstand über.

 

Auf dem Mobile Phone-Sektor (Handy) stehen die Smartphones im Vordergrund. Diese Geräte verfügten über kleine Tastaturen, die zum Teil ausklappbar sind.

 

Einige Smartphones haben ein eingebautes UKW-Radio-Empfangsteil.  Weiter wird das Mobil-TV für Handys angeboten.Die LCD-Fernseher beginnen sich gegenüber den Plasma-Geräten durchzusetzen. HD-Ready hat es zum HDTV-Marktstandard geschafft. Blue Ray - Player lösen mit bis zu 1920 x 1080 Bildpunkten auf.

 

Die "teuerste HiFi-Anlage der Welt" im Wert von 1 000 000 EUR wird vorgeführt und das Publikum steht in langen Reihen vor dem Stand. Panasonic stellt einen Großbild-Plasma-Fernseher mit einer Bilddiagonale von ca. 260 cm vor. Es wird auch Mpeg-Player mit Funkkopfhörer vorgeführt. Ein kompakter Mpeg-Player mit Festplatte gibt es von Sharp. Albrecht zeigt einen PC-Adapter für den DAB-Empfang.

 

 

 

 

 

 

 

 

47. Internationale Funkausstellung Berlin 2007 (31. August - 5. September)

 

yp.jpgZusätzlich zu der HD-Ready-Fähigkeit kommt nun Full-HD bei Fernsehgeräten, Beamern und DVD (Blue Ray) - Playern hinzu. Full-HD löst mit 1080 Zeilen auf und bietet somit ein wirklich scharfes Bild.

 

Die Erhöhung der Bildwiederholungsfrequenz verbessert die Schärfe bei schnell bewegten Motiven. Zunehmend wird den Herstellern von TV-Geräten das Kontrastverhalten der LCD-Fernseher wichtig. Die Hintergrundbeleuchtung der LCD-Bildschirme wird nun auch in LED-Technik gezeigt. Es gibt auch einen Videoplayer, der HD-DVD und Blu-ray abspielen kann (Blu-ray hat sich noch nicht voll durchgesetzt).

 

Die HDMI-Schnittstelle zur verlustfreien Übertragung von HD-TV-Bild/Ton-Signalen gewinnt an Bedeutung.

 

htc-x.jpgNach wie vor werden die beliebten Mpeg-Player mit immer weiteren Fähigkeiten angeboten. Neben der reinen Mpeg-Player-Funktion wird Wert auf Video-Abspielung gelegt. Diese Videos werden vom PC auf den Player geladen, dabei muß aber zum Teil das Format angepasst werden.

 

Telefon-Handys mit Internetzugang und "touch screens" ermöglichen komfortblen Zugang zum WWW und verfügen zum Teil neben Internet-Radio auch über UKW-Empfangsteile.

 

 

Das Deutsche Rundfunk-Museum ist auf der IFA mit einem eigenen Stand vertreten. Details dazu sind  hier und auf den Internet-Seiten unseres Mitglieds Rainer Steinführ zu finden mehr.jpg

 

 

 

48. Internationale Funkausstellung Berlin 2008 (29. August - 3. September)


Bei den TV-Geräten steht Full-HD-Auflösung und 100 Hertz-Technik im Vordergrund. Die Geräte verfügen in der Regel über analoge und digitale Empfangsteile. Heimnetzwerke und Anschlußmöglichkeit (z.B. über USB oder SD-Card) von digialen Photos und Camcordern und Mpeg-Playern an das TV-Gerät. Es werden auch Großbild-Plasma-Geräte nach wie vor angeboten. Auch extremflache "Ultra Slim"-Modelle in Vorführung. Mini-LCD-Portable-DVB-T mit Digital-Kamera und Mpeg-Player für Unterhaltung auch unterwegs.

 

In diesem Jahr wurde die sogenannte "weisse Ware" in die Produktpalette der Ausstellung aufgenommen. Kühlschränke mit eingebautem Flachbildschirm weisen den Weg in die Küchenzukunft...

 

Die Rundfunkanstalten setzen verstärkt auf ihre Online-Internetangebote, Stichwort auch IPTV. Tagesschau.de bietet Einzelbeiträge und komplette Tagesschau-online-Videos. HDTV wird zumindest während der Funkausstellungen und zu besonderen Anlässen gezeigt, es gibt aber bei den öffentlichrechtlichen Anstalten noch keinen Regelbetrieb.

 

u800-x.jpgTelefon-Handys verfügen zunehmend über wlan-Fähigkeit und können u.a. so auch Internet-Radio und Internet-TV über akzeptable Stream-geschwindigkeiten bieten.  Mini-Beamer, die man wirklich gut in der Hand halten kann, bieten (zumindest bei angepasstem Raumlicht) Großdarstellung.


 

Einige Photos vom Stand des Deutschen Rundfunk-Museums sind hier , in der Online-Gallerie zu sehen und bei unserem Mitglied Rainer Steinführ mehr.jpg

 

 

49. Internationale Funkausstellung Berlin 2009 (4. September - 9. September)

 

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2007_retro.jpgDie Versuche, Internet und Fernseher (Hybrid-TV) zu verbinden, werden vorangetrieben. Beispiele: Samsung mit "Medi@2.0" und Philips mit "Net-TV". Verbesserte Hintergrundbeleuchtungen für LCD-TV-Geräte  mit LED-Technik versprechen auch bessere Bildkontraste. Einige Firmen versprechen Kontrastverhältnisse  von 5 000 000 : 1.   200 Hertz-Technologie soll bei schnell bewegten Bildmotiven noch flimmerfreiere Bilder liefern. Es gibt jetzt eine zunehmende Zahl von Fernsehgeräten, die ein eingebautes Internet-Internet-Interface aufweisen, wobei das in der Regel keine vollwertigen Zugänge sind. Es wird vielmehr auf ein ausgewähltes Angebot in Abhängigkeit des Geräteanbieters zugegriffen, eine echte Tastaturbedienung fehlt noch.

 

Medien-Server (auch über wlan) und Heimnetzwerke verknüpfen Fernsehen, Radio, Internet, Musik, Video und Photo miteinander.


Da die Leitungslängen bei HDMI ohne Qualitätsverlust begrenzt ist, wird für größere Entfernungen Wireless HD oder Wireless HDMI angeboten.

 

Telefon-Handys sind immer mehr auf dem Weg zu Smart Phones. UMTS-Geschwindigkeit und voller Internetzugang per Flatrate machen auch Internet-TV und Internet-Radio möglich. Das Handy wird zur portablen Multimedia-Zentrale. Die Funktionen der Geräte werden fast unüberschaubar. Leistungsstarke Handy-Betriebssysteme wie Android sind Internet-optimiert.


Einige Photos vom Stand des Deutschen Rundfunk-Museums sind hier und  in der Online-Gallerie zu sehen.

 

 

 

 

 

50. Internationale Funkausstellung Berlin 2010 (3. September - 9. September)

 

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Bei den hochauflösenden DVD-Playern im HDTV-Format hat sich Blue-Ray gegenüber HD-DVD durchgesetzt und ist zum Marktstandard geworden.

 

Die ARD und das ZDF bieten HDTV im Regelbetrieb auf besonderen Kanälen an, dabei wird nicht das Full-HD-Format, sondern das HD-Ready-Format bevorzugt. Es soll bei stark bewegten Bildmotiven eine bessere Schärfe bieten. Andere werblich und bezahl-finanzierte Sender setzen eher auf die Full-HD-Variante.

 

Im Bereich Fernseher wird voll auf rümliche Fernsehen (3D) gesetzt, wobei sich das Angebot zunächst hauptsächlich auf Video (Blue-Ray) konzentriert. Die Firmen bieten hier unterschiedliche Konzepte an. An erster Stelle stehen dabei Shutter-Brillen und brillenlose Darstellung. Das Anaglyhen-Verfahren (rot-cyan-Brillen) ist nicht mehr im Fokus.  Auch bei Computerspielen ist 3D angesagt. Die LCD-Fernseher stehen ganz im Zeichen von Full-HD, 100 Hertz- oder 200 Hertz-Technik, LED-Hintergrundbeleuchtungen und hohen Bildkontrasten.

 

Bilder- und Video-Frames (interaktive Aufstell-Displays) - auch mit DVB-T - werden in großer Zahl gezeigt. Bei den GPS-Navigationsgeräten gibt es Modelle mit eingebauter oder adaptierbarer DVB-T-Fähigkeit.

 

Tablet-PCs (zumeist mit dem Betriebssystem Android) machen das Internetsurfen bequem auf dem Sofa möglich. Dabei ist natürlich auch Internet-Radioempfang über wlan oder (teilweise auch über) UMTS realisierbar.

 

Zur Zeit der Funkausstellung 2010 ist die Zukunft des analogen Radios (AM, FM) und des digitalen Radios (DAB, DAB+, DRM) unklar: Das Senderangebot auf LW, MW, KW geht in Deutschland stark zurück, die digitalen Rundfunkgeräte (DAB, DAB+, DRM) werden vom Verbraucher seit Jahren nicht in Grössenordnungen angenommen. Der UKW-Rundfunk ist hinsichtlich seiner Betriebsjahre nach 2015 noch nicht gesichert. Trotzdem werden auf der Ausstellung viele DAB / DAB + Geräte angeboten. Die DAB+ Geräte können die eventuell bald kommende Nachfolge-Norm von DAB dekodieren.

 

Das Angebot von Internet-Radios (lan, wlan) steigt ständig. Die gezeigten Geräte verfügen zum Teil auch noch über eine UKW-Radio-Funktion.


Einige Photos vom Stand des Deutschen Rundfunk-Museums sind hier und in der Online-Galerie zu sehen.

 


 

 

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