Smart Phones

 

xpress.jpgBetrachtet man die Entwicklung des Rundfunks von der Einführung in Deutschland 1923 bis heute, können einige Meilensteine der Entwicklung aufzeigt werden:

 

  • 1923. Rundfunk auf Mittelwelle, Langwelle und Kurzwelle mit eingeschränkter Klangqualität.

  • 1949. Rundfunk auf UKW in Frequenzmodulation. Erhebliche Steigerung der Kangqualität.

  • 1963. Rundfunk auf UKW in Frequenzmodulation und HF-Stereophonie mit guter Klangqualität und räumlicher Zuordnung der Schallquellen.

  • Um 1998. Rundfunk in digitaler Modulationsart DRM und DAB. Gute Klangqualität, Zusatzinformationen, mehr Sender.

  • Ab ca. 2000. Durch schneller werdende Internet-Zugänge (DSL via lan) und drahtlose Übertragungswege (wlan) kommt Internet-Radio mit seiner fast unüberschaubaren Senderauswahl in aller Welt in Mode.

  • Ab ca. 2005. Durch die Verknüpfung von Telefon-Handy (Mobil Phone), UMTS-Handy-Netz, Internetzugriff, UKW-Radio-Funktion, Internet-Radio-Funktion, MPeg-Player, Digitalkamera und Navigation (GPS) bildet sich eine Geräte-Klasse heraus, die "alles" kann. Analoges Radio und digitales Radio quasi als Nebenfunktion. Diese universellen Telefon-Handys werden allgemein als Smart Phones bezeichnet, obwohl es bei den Fähigkeiten große Unterschiede gibt.

Smart Phones sind also echte Multimedia-Geräte, die über einen schnellen drahtlosen Telefon/Internet-Zugang verfügen, ein qualitativ gutes Display  aufweisen und noch "in die Hosentasche" passen.

 

Am Beispiel des Samsung Wave S8500 Smart Phones (Betriebssystem Bada) soll dargelegt werden, wie breit die Radio/Video/TV-Fähigkeiten gestreut sind:

 

samsung_s8500.jpg

 

--- Analoges Radio für UKW-Stereo

--- Schneller UMTS-Zugang über Provider *

--- Schneller Wlan-Zugang über Router zum Provider *

--- Wlan-Router-Fähigkeit * (Das UMTS-Signal wird über einen eingebauten Wlan-Access-Point z.B. einem Tablet-PC angeboten)

--- Mit einer App (z.B. TuneIn) können weltweit Tausende Rundfunksender und Internet-Rundfunksender per Stream gehört werden.

 

* = Internet-Radio, Internet-TV, Video-Streams können verarbeitet werden.

 

 

Es gibt weitere Geräte-Typen, die einen größeren Bildschirm haben und über eine leichter benutzbare Tastatur (Touch Screen) und den Tablet PCs zuzuordnen sind. Der von der Größe her nächste Schritt: Geräte des Notebook- und Laptop-Bereichs zu nennen, die über eine schirm-unabhändige Tastatur verfügen und schon komplette PC s sind.

 

Vergleicht man die Möglichkeiten eines Smart Phones mit denen eines analogen Radios (LW, MW, KW, UKW) oder digitalen Radios (DAB, DAB+, DRM), können die Radios technisch kaum mithalten. Hier punkten die reinen Radios eigentlich nur beim Preisvergleich, bei den Zugangskosten, bei der Hörer-Anonymität, bei der Versorgungssicherheit (auch im Krisenfall), bei der Zensurfreiheit und bei der Erreichbarkeit in Gebieten ohne Internet-Versorgung.

 

Smart Phones mit DAB-Fähigkeiten sind derzeit (Stand Oktober 2011) noch nicht bekannt, allerdings gibt es als Zubehör für einige Nokia  Symbian-Handys ein Headset * mit DAB Radio Fähigkeit im Zusammenhang mit einer Software für das Handy.

 

Lesen Sie auch: Der Rundfunk im Wandel. Von analogen zu digitalen Sende-Normen. mehr.jpg

 

 


* = Vielen Dank für den Hinweis an "Chris" via email.

 

Zurück zum Menue

 

RST 18.11.2011

designed by Constantin Fahl Web Service

© 2011 Deutsches Rundfunk-Museum e.V. | Besucherzähler: 298.615
Kontakt & Impressum | Sitemap | Admin-Login | Seitenanfang ↑