Vom Walkman zum iPod

 

Walkman

Der Wunsch nach Unterhaltung überall draussen

 

Die Technik machte es ab den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts möglich, kleine und recht leistungsstarke Musik-Abspielgeräte anzubieten. Es gab schon im Vorfeld immer wieder Geräte, die unterwegs Musik und Sprache  per Ohrhörer bereitstellten, aber diese Modelle waren nicht kompakt genug. Insbesondere jüngere Käufer fanden Gefallen an der Möglichkeit, selbstaufgezeichnete Musik oder auch fertige Ton-Konserven unterwegs mit kleinen Geräten hören zu können. Es gelingt aber nur selten, daß ein Gerät sich zum Marktführer entwickelt.  Wir stellen hier einige Modelle vor, die das schafften und teilweise sogar zum Gattungsbegriff für eine Geräteklasse wurden. Bald zogen andere Firmen nach und brachten selbst Geräte nach dem "Walkman"-Prinzip auf den Markt, als Beispiel sei hier nur der deutsche Hersteller Grundig mit dem "Beat Boy 100" von 1983 genannt.

 

Der Sony-Walkman

Beim  Walkman (®), der 1979 auf den Markt kam, bestimmte die Größe der Compact-Cassette im Wesentlichen die Außenabmessungen. Sony  baute im Laufe der Jahre verschiedene Varianten des Walkman, auch Modelle mit eingebautem UKW-Radio waren dabei. Sogar Anschlüsse für zwei Stereokopfhörer gab es bald. Die Compact-Cassetten wurden in der Regel daheim aufgezeichnet und boten unterwegs Spieldauern bis zu 240 Minuten. Allerdings wurden zumeist C90 Cassetten benutzt, da diese  relativ preiswert und betriebssicher waren. Technisch gesehen, waren diese Kompakt-Abspieler durchaus anspruchvoll: Das einwandfreie Hören ohne Geschwindigkeitsschwankungen und "Jaul"-Geräusche bei schneller Bewegung des Benutzers mußte durch Elektronik und mechanische Maßnahmen sichergestellt werden. Das Photo zeigt einen Sony Walkman WM-23

 

 

ipod-discman.jpgDer Sony Discman

Die Compact-Disc (Audio-CD) kam um 1981 auf den Markt und war der moderne digitale Ersatz für die Schallplatte. Mit der Markteinführung der portablen CD-Compact-Disc-Player   um 1984 wurde der nächste technische Schritt gewagt: Höhere Spieldauer, deutlich bessere Klangqualität, geringes Hintergrundrauschen, hohe NF-Dynamik. Ein Qualitätssprung! Auch waren die Ansprüche hinsichtlich des portablen Einsatzes recht hoch: Bei Tragen und sonstigen Bewegen des Benutzers durfte es durch Erschütterungen keine Ton-Aussetzer und Tonstörungen geben. Mit dem Sony Discman ® um 1984 wurde wieder ein allgemein prägender Name für die Gruppe der portablen CD-Player geboren. Auch dieses Modell wurde in Varianten angeboten. Die 12 cm Durchmesser-Disc kann 80 Minuten spielen, die 8 cm Disc bringt es auf knapp über 20 Minuten.


 

iPod (Photo RST)Apple iPod ®

Der iPod mit seinen verschiedenen Modell-Generationen  schaffte es vom "normalen" Mpeg-Player zu einer Sonderstellung. Umfängliches Zubehör eröffnet vielfältige Möglichkeiten (z.B. Docking Station mit Zusatz-Verstärker und Lautsprechern). 

 

Apple verstand es, ein Begleitkonzept hinsichtlich der Musik-Beschaffung und "Beladung" des iPods zu etablieren: iTunes ®. Zuerst mit Mini-Festplatten ausgerüstet, später mit Flash-Festspeichern ausgerüstet, stand viel Platz bereit für (später auch teilweise für Videos, mit eingebauter Kamera und UKW-Radio) Unterhaltung unterwegs.

 

Wie zuvor Sony mit dem Walkman und Discman wurde der Apple iPod zur einer Art Gattungsbezeichnung auch für vergleichbare Geräte.

 

 

mehr.jpg Wenn Sie mehr über die Vorgeschichte dieser Geräte, Mpeg-Player und die multimediale Zukunft erfahren möchten.

 

 

 

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RST 09.01.2010 / 21.04.2011

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