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Die Entwicklung des Deutschen Rundfunk-Museums seit 1967 bis heute kann dieser Zeit-Tafel entnommen werden.
Die 25. Grosse Deutsche Funkausstellung 1967 in Berlin stand ganz im Zeichen des Starts des Farbfernsehens in der Bundesrepublik. Der damalige Aussenminister Willy Brandt war extra aus Bonn gekommen, um den berühmten roten Knopf zu drücken, der die bis dahin schwarz-weissen in bunte Bilder umwandelte.
Aber auf dieser Funkausstellung wurde noch eine andere Premiere gefeiert: die Eröffnung des Deutschen Rundfunk-Museums am 25. August 1967. Im Funkausstellungskatalog war zu lesen: "An historischer Stätte, am Fusse des Funkturms inmitten des Geländes der Berliner Funkausstellung, ist der gegebene Platz für das Deutsche Rundfunk-Museum gefunden worden. Es steht unter dem Leitwort, eine Stätte zur Erinnerung an die Pioniere und Schöpfer des deutschen Rundfunks zu sein und der technischen und programmlichen Leistung von Industrie und Rundfunkgesellschaften der Anfangsjahre zu gedenken.
Die Entwicklung des Rundfunks in den rund 45 Jahren seines Bestehens ist in so stürmischem Tempo vor sich gegangen, dass derjenige, der heute eine Empfängertaste drückt, kaum noch daran denkt, wie primitiv es damals - 1923 - angefangen hat. Ein kleiner Raum in einem Geschäftshaus der Potsdamer Strasse, dem alten Vox-Haus, der mit Scheuertüchern und Kreppapier zur Schalldämpfung ausgestattet war, diente als erster Senderaum, und eine provisorische Sendeanlage der Deutschen Reichspost besorgte die Ausstrahlung. Eine Nachbildung dieses ersten Studios und des ersten Senders ist im Museum zu sehen. Die Entwicklung vom Detektorgerät bis zum modernen Gross-Super wird gezeigt, wobei die teilweise barocken Empfangsgehäuse den Zeitstil auf das Prächtigste illustrieren. Studio- und Verstärkertechnik der Anfangsjahre machen deutlich, welche Mikrophone, Schallaufzeichnungsgeräte, Lautsprecher, Regiepulte zunächst benutzt wurden. Ausstellung 1967: Die Bundespost veranschaulicht Drahtfunk und Funktion des Leitungsnetzes. Das Gebiet Sendetechnik führt den Weg vom 'Tischsender' zum 10-kW-Gross-Sender vor Augen. Eine Schaltkarte lässt erkennen, wie viele Sender heute in Deutschland tätig sind, um die Hörfunk- und Fernsehversorgung sicherzustellen.
Völlig neuartig dürfte sein, dass über die eigentliche Arbeit des Rundfunks, d.h. sein Programm und seine spezifischen Leistungen, in einem umfassenden Rückblick berichtet wird. Unter anderem werden historisch wichtige Tatbestände über Tonband wiedergegeben, wobei die Stimmen alter Rundfunkmitarbeiter, bekannter Politiker und Künstler zu Gehör gebracht werden. Besondere technische Übertragungsleistungen, wie beispielsweise für die Olympischen Spiele 1936 in Berlin, werden durch entsprechende Darstellungen ins Gedächtnis zurückgerufen.
Beiträge zur Soziologie des Hörers und zur Arbeit des Weltrundfunkvereins, der Bastlervereine und der Funkpresse sowie eine Zusammenstellung zum Thema 'Briefmarke und Rundfunk' runden das Ganze zu einem vielgestaltigen Überblick ab, der das Wissen um die Entstehungsgeschichte des deutschen Rundfunks zu vertiefen helfen wird. |
Tischmodell eines Rundfunk-Großsenders.
Blick in den damaligen Ausstellungsraum. |
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